Generationen-Vergleich: Ist die Fähigkeit zu Entspannen eine Frage des Alters?

Deadlines, Überstunden, Social-Media-Dauerschleife und Ärger mit den Liebsten:  Die Beeinträchtigungen des Wohlbefindens sind vielfältig. Statt „Zähne zusammenbeißen!“ sollte es heißen: „Ausgleich schaffen und relaxen!“. Die Vorgehensweise unterscheidet sich jedoch von Generation zu Generation. Demnach finden Gen X, Gen Z und Co. Ihre jeweils ganz eigenen Wege zur Entspannung und Entschleunigung. Was jedoch nicht bedeutet, dass sie nicht voneinander lernen könnten. Vielmehr zeigen die verschiedenen Herangehensweisen ein paar ultimative Tipps auf, die Jung wie Alt zu mehr Entspannung und Wohlfühlmomenten verhelfen können.

Meditierender Mann auf einem Berg bei Sonnenuntergang

 

Die Traditionellen: Ausgleich zu Technologien

Die 70er Jahre sind in die Geschichte eingegangen als Periode der revolutionären Veränderung. Die Kinder dieser Zeit sind die Generation X. Diejenigen, die zwischen 1968 und 1980 geboren sind, zeichnen sich dadurch aus, dass die den Aufschwung des Internets miterlebt, aber heute stark mit modernen Technologien zu kämpfen haben. Das könnte einer der Gründe sein, warum diese Generation unausgeglichener ist im Vergleich zu ihren Eltern. Um nach einem langen Arbeitstag abzuschalten, greifen sie auf altbewährte Mittel zurück: Viele von ihnen verbringen gerne Zeit in der Natur, gehen spazieren oder hören Musik. Manche setzen zur Entspannung auf fesselnde Lektüren und lesen ein Buch.

Die Ausgelaugten: Nichts als Arbeit

Generation Y, Generation Me oder einfach Millennials: Sie sind die progressivsten und kommunikativsten des 20. Jahrhunderts. Geboren zwischen 1981 und 1996 sind sie im Zeitalter der Digitalisierung und Globalisierung aufgewachsen. Ihr Leben ist schnell und abwechslungsreich. Die Millennials sind vernarrt in ihre Arbeit, unternehmen wenig mit FreundInnen und legen weniger Wert auf ihre Me-Time als andere Generationen. Das erklärt auch, warum sie weniger gelassen sind. Um doch noch ein wenig Ruhe und Entspannung zu erfahren, greift die Hälfte der Millennials auf Sport oder Zeit mit der Familie zurück. Ähnlich wie die Gen X entspannen sie besonders gut zu guter Musik.

Die Technik-Fans:  Gut vernetzt und dauer-online

Die Jüngsten auf dem Arbeitsmarkt gehören zur Generation Z. Sie wurden zwischen 1997 und 2012 geboren und sind nonstop vernetzt. Ob online oder offline – Sie lieben es, unter Menschen zu sein, sind besonders extrovertiert und energetisch. Sie kennen keine Ruhe, für sie gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Dies liegt zum einen sicher an ihrem jungen Alter, zum anderen aber auch an der Nähe zur Technologie. Die Kids der Generation Z können nur sehr schwer abschalten, da sie "dauer-online" sind und ihr ganzes Leben im Internet abläuft. Dadurch fehlt ihnen oft die Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit und sie sind deutlich weniger gelassen als andere Generationen. Nichtsdestotrotz haben auch die Jüngsten ihre ganz eigenen Wege gefunden, um ihre innere Balance zu fördern. Viele von ihnen treiben regelmäßig Sport und setzen auf die Kraft des Schlafs. Auch mit Yoga versuchen manche ihre Mitte zu finden und kommen so zur Ruhe.

Voneinander lernen: 5 Tipps für jede Altersgruppe

Obwohl zwischen den ältesten Mitgliedern der Generation X und den jüngsten der Gen Z nur 44 Jahre liegen, unterscheiden sich die Wege der Entspannung enorm. Ein Thema treibt sie jedoch alle um: Der Ausgleich zum trubeligen Arbeitsalltag. Hier sind fünf ultimative Tipps, die Jung und Alt gleichermaßen zu mehr Ruhe und individuellen Wohlfühlmomenten verhelfen können:

  • Zurück in die Natur: Draußen die frische Luft und beruhigenden Klänge genießen, die ideal für wohltuende Spaziergänge oder Yoga-Sessions sind.
  • „Musik an, Welt aus“: Einfach den Tönen der LieblingskünstlerInnen lauschen und die Seele baumeln lassen.
  • Uralte Wunderpflanzen: Pflanzen wie der Lavendel, Ginseng oder Johanniskraut, unterstützen seit Jahrhunderten die innere Ruhe und Ausgeglichenheit.
  • Apropos Schlaf: Während der Nachtruhe entspannt der Körper und fokussiert sich ganz auf sich.
  • Zeit mit Familie und Freunden: Die Energie der Liebsten kann sich positiv auf den Gemütszustand übertragen. Da sind nervige Ereignisse ganz schnell vergessen!