Bärlauch - Powerfood aus dem Wald

von Natascha von Ganski 27. März, 2019

baerlauchAb März findet man ihn in feuchten, humusreichen Laubwäldern. Die Rede ist vom Bärlauch. Man sollte den Bärlauch gut kennen, damit Verwechslungen mit dem hochgiftigen Maiglöckchen vermieden werden. Der sicherste Hinweis ist sein intensiver Geruch, der stark an Knoblauch erinnert und bereits aus der Ferne zu riechen ist. Die frischen Bärlauchblätter sind seit einigen Jahren in gut sortierten Bioläden an der Kräutertheke zu finden.
Er kann wie etwa Basilkum zu einem schmackhaftem Pesto verarbeitet werden.



Stark gegen Keime

Bärlauchblätter bestehen zu einem hohen Prozentsatz aus Schwefelhaltigen Metaboliten, die keimwidrige und bakterientötende Eigenschaften besitzen.
Allerdings verlieren sie ihre Wirksamkeit beim Trocknen, weshalb Bärlauch vorzugsweise frisch verwendet werden sollte.

Von jeher wird Bärlauch als blutreinigend und stoffwechselanregend beschrieben. Wie auch Knoblauch, beugt Bärlauch Arteriosklerose vor und wirkt sich positiv auf einen zu hohen Blutdruck aus. Häufig hängen Frühjahrsmüdigkeit und eine Dysbiose (ungünstiges Verhältnis von Keimen im Darm) zusammen. Deshalb ist es sinnvoll, ihn im Frühjahr so oft wie möglich zu verwenden. Bärlauch steht nicht unter Naturschutz. Dennoch sollte pro Pflanze nicht mehr als ein Blatt geerntet werden. So bleibt der Bestand erhalten.

Frische Bärlauchblätter in der Küche

In der Küche können Sie die frischen Bärlauchblätter verwenden, wie alle anderen frischen Kräuter (Petersilie, Dill, Schnittlauch...) auch. Ersetzen Sie beispielsweise Basilikum gegen Bärlauchblätter für ein pikantes Pesto. Oder frieren Sie die fein zerkleinerten Blätter einfach ein. Auf diese Weise haben Sie immer einen Vorrat, auch wenn die Bärlauchsaison vorbei ist.

 




Natascha von Ganski
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